26. Tag: Wie sich Landschaft und Ausrüstung ändert

09.05.2023, Amfík Bukovina Popovice

Die Wanderung:

Die Landschaft wird allmählich hügeliger, und ich erreiche immer weniger Höhe. Gestern habe ich den höchsten Punkt mit einer Höhe von 366 Metern über dem Meeresspiegel erreicht. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die Landschaft im Laufe der Zeit verändert hat. Vor einer Woche war der Wald bis auf über 1000 Höhenmeter noch dominant, aber mit sinkender Höhe haben sich immer mehr Weiden und Wiesen zwischen den Bäumen geöffnet. Mittlerweile gibt es kaum noch Wald, und stattdessen kommen immer mehr Felder und Äcker hinzu.

Schlafen:
Es gibt kaum noch Wald und auf den Weiden und Wiesen zu schlafen kommt für mich nicht in Frage. Es gibt keinen Sichtschutz, und das Gras ist voller Vegetation. Das wäre wirklich schade um das hohe Gras. Der nächste Campingplatz kostet schon stolze 11 EUR plus fast 1 EUR fürs Duschen. Deshalb habe ich mich entschieden, in einem Airbnb mit einem richtigen Bett zu übernachten, das weniger als 24 EUR pro Nacht kostet. Das ist es mir auf jeden Fall Wert.

Rucksack Problem die 2.:
Ich freue mich darauf, bald in Österreich zu sein, um die Landschaft weiter zu erkunden. Leider ist mein Rucksack beschädigt, da der Hüftgurt gerissen ist. Ich ärgere mich über dieses Drama mit dem Rucksack. Ich hatte ein gut funktionierendes Modell der Marke Deuter in der Schweiz, aber kurz vor der Reise habe ich es gegen ein leichteres Modell ausgetauscht, das sich als unbrauchbar erwies. Jetzt überlege ich, ob ich in Wien dasselbe Modell von Deuter noch einmal kaufen sollte. Es wäre Rucksack Nummer 3 auf der Reise, und ich werde voraussichtlich 500 EUR für diese Ausrüstung ausgeben, anstatt 0 EUR kosten und Null Probleme mit diesem so wichtigen Ausrüstungs-Gegendstand zu haben.

Problem Schlafsack:
Mein Schlafsack verliert Federn, und ich frage mich, ob die winzigen Risse bereits vor der Reise da waren. Ich bin unsicher, ob ich in Österreich überhaupt einen Schlafsack benötige oder ob es ausreichend Hütten gibt. Und brauche ich dann noch eine Isomatte und einen Bivy?

Weitere Pläne:
Ich mache mir Gedanken darüber, wie lange diese Reise dauern soll. Ursprünglich wollte ich den Genuss so lange wie möglich genießen und Mitte November in Nizza ankommen. Erfahrungsgemäß kommt man jedoch meist bis Anfang Dezember in die Berge. Ich frage mich, wo ich schlafen werde, da die meisten Hütten spätestens Mitte Oktober schließen. Die kalten Nächte im April und jetzt zeigen mir, dass es im Oktober nicht einfach sein wird, und ich sollte mir klar machen, dass ich Nizza bereits im Oktober erreichen muss.

Aber bevor ich mir weitere Gedanken mache, freue ich mich erst einmal auf einen schönen, langen Spaziergang heute. Die Natur hat so viel zu bieten, und ich möchte jeden Moment davon genießen.

Bilder:

Karte:

Gesamtstrecke: 28057 m
Maximale Höhe: 377 m
Minimale Höhe: 211 m
Gesamtanstieg: 551 m
Gesamtabstieg: -602 m
Download file: 2023-05-08 090551.gpx

4 thoughts on “26. Tag: Wie sich Landschaft und Ausrüstung ändert

  1. Hang in there Gregor. It sound’s difficult but when you look back at what you’ve done you’ll be very pleased you did it. You are an inspiration! You picked a route that isn’t a Camino set up for long distance hiking, so it isn’t easy

    1. Yeah, I recently thought the same. On Facebook a lot of people complain that the Via Francigena does not have a lot of places where to stay. For you it is even more demanding, as where you are is not made for regular long distance hikers. You are doing amazing finding solutions all the time!

    2. Thank you for the motivating words. The backpack thing is really annoying because it was superfluous. Even if there were a few difficult moments, most of the moments were very nice. I am very happy to be able to make this trip.

  2. What a great blog Gregor! Thank you for sharing your thoughts and tribulations. Keep going! We are all supporting you in spirit!

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